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Gottes Name missbraucht |
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| Beate-Maria Link, Chefredakteurin |
»Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder! Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden!« Diese eindringlichen Worte von Papst Leo XIV. am Ostersonntag waren mehr als ein allgemeiner Appell. Wie er später präzisierte waren sie vor allem an die Adresse von Donald Trump gerichtet, der fast gleichzeitig in die Welt posaunte: »Die Zeit läuft ab – noch 48 Stunden, dann bricht die Hölle über sie herein. Ehre sei Gott!« Damit drohte er in beispielloser religiöser Selbstüberhöhung dem Iran, was weltweite Empörung auslöste.
Ebenso wie der US-Präsident versteht es sein Kriegsminister Pete Hegseth bestens, sich zum Gotteskrieger hochzustilisieren. Am Ostermontag brachte er die Rettung eines über dem Iran abgeschossenen Piloten mit der Auferstehung Christi in Verbindung. Der Abschuss des US-Kampfjets sei am Karfreitag erfolgt, zitierte ihn die »New York Times«. Den Samstag über habe sich der Soldat in einer Höhle versteckt und sei schließlich an dem Tag aus dem Iran ausgeflogen worden, »als am Ostersonntag die Sonne aufging«, so Hegseth.
Tage zuvor war Donald Trump beim » Easter Lunch« im Weißen Haus mit Motiven der christlichen Heilsgeschichte in Verbindung gebracht worden, indem Prediger seinen politischen Werdegang als Erlösungsgeschichte darstellten und Parallelen zu Jesus Christus zogen. Religiöse Zusammenhänge werden hier nicht nur konstruiert, um der Politik einen spirituellen Anstrich zu verleihen, sondern sie sind gezieltes Mittel zu dem einen Zweck, den eigenen Machtanspruch als von Gott legitimiert erscheinen zu lassen und zu verabsolutieren.
Ein kalkuliertes politisches Vorgehen der US-Regierung also, in einer Zeit, in der Religion doch angeblich an Bedeutung verliert? Wie können da christliche Motive Menschen überzeugen und mobilisieren? Offensichtlich dann, wenn dies in Kombination mit nationalistischen Interessen oder Größenwahn einhergeht. Dabei scheint Trump den religiösen Aufschwung unter jungen Menschen im Blick zu haben, in der Hoffnung, mit Plattitüden Anhänger zu gewinnen. [...]
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