Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



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Wer geht mit dem Hund raus?

Diana Roll, Redakteurin
Diana Roll, Redakteurin
»Wann bekommen wir endlich einen Hund?« – diese Frage taucht in regelmäßigen Abständen am Abendbrottisch auf, wenn die Familie zusammensitzt. Die meisten Kinder wünschen sich Haustiere und auch viele Erwachsene fühlen sich zu Tieren hingezogen. Deshalb leben bei uns ein Hamster und eine Schildkröte – womit die Kapazitäten zweier schulpflichtiger Kinder und zweier berufstätiger Erwachsener soweit ausgeschöpft wären. Ja, es stimmt, dass Haustiere eine Bereicherung sind: Ihnen zuzusehen und sie zu streicheln entspannt Frauchen wie Herrchen – es ist nachgewiesen, dass der Kontakt mit Tieren das Stresshormon Cortisol reduziert und zum allgemeinen Wohlbefinden beiträgt. Auch in zahlreichen katholischen Einrichtungen wie im Marienhospital Stuttgart, in Seniorenheimen und Schulen in der Diözese kommen daher Therapietiere zum Einsatz.

Kinder lernen im Umgang mit einem Haustier, Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu übernehmen und Empathie zu entwickeln. In einsamen Momenten ist jemand da. Dennoch sollte die Entscheidung für einen vierbeinigen Mitbewohner gut überlegt sein. Auf seiner Homepage gibt der Deutsche Tierschutzbund wertvolle Tipps beim Haustierwunsch. Denn Verantwortung für ein Tier zu haben, bedeutet auch, es gut zu versorgen und seinen Bedürfnissen gerecht zu werden. Wer geht bei Wind und Wetter mit dem Hund raus? Wer betreut die Katze, wenn die Familie in den Urlaub fährt? Wer zahlt die Tierarztrechnung? Wer säubert den Meerschweinchenkäfig und bietet den Nagern ausreichend Auslauf? Laut dem Münchner Seelsorger Reiner Maria Schießler kann Tierliebe daher auch Verzicht bedeuten. Dann, wenn Menschen einsehen, dass sie einem Tier nicht das bieten können, was es braucht.

»Die Verantwortung für ein Haustier verändert das Leben«, ist der Priester überzeugt. Regelmäßig lädt er Tierhalter zu »Viecherlmessen« in seine Gemeinde Sankt Maximilian ein – Hundebesitzer dürfen ihre Vierbeiner bei ihm das ganze Jahr mit in den Gottesdienst bringen. »Tierschutz und Seelsorge passen gut zusammen«, betont er. [...]
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