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Wie ist das mit der Vergebung?
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Soziale Medien verbieten?

Jana Prochazka, Volontärin
Jana Prochazka, Volontärin
TikTok, Snapchat, Instagram – für viele Jugendliche gehören diese Plattformen ganz selbstverständlich zum Alltag. Doch hier erfahren sie nicht nur Positives, denn oft lauern dort auch Hass, Desinformation und ein enormes Suchtpotenzial. Eine Studie der Krankenkasse DAK zeigt: Mehr als ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen nutzt soziale Medien in riskantem oder sogar krankhaftem Ausmaß.

Kein Wunder also, dass die Bundespolitik über ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige diskutiert. Doch Verbote lösen das Problem nur scheinbar, vielmehr verschieben sie es. Australien hat im Dezember 2025 soziale Medien für unter 16-Jährige untersagt, und dennoch finden die jungen Leute Wege, das Verbot zu umgehen: Sie nutzen die Accounts ihrer Eltern oder den Netzwerkdienst VPN, der ihnen ein Einloggen ermöglicht.

Plattformen wie Instagram und TikTok sind darauf ausgelegt, Aufmerksamkeit möglichst lange zu binden, was übrigens auch für Erwachsene gefährlich werden kann. Irgendwann werden jedem nur noch Inhalte präsentiert, die den eigenen Vorstellungen entsprechen. Andere Meinungen geraten aus dem Blick und es findet kaum noch echter Austausch statt. Darunter leidet das gesellschaftliche Miteinander.

Deshalb sind Schutzräume für Kinder und Jugendliche wichtig, wie etwa die Schule. Ein katholisches Gymnasium im Taunus hat ein konsequentes Handyverbot eingeführt, mit Ausnahmen für die Oberstufe in der Mittagspause. »Es geht nicht darum, digitale Technik abzulehnen, sondern um klare Regeln«, sagt Schulleiter Jens Henninger. Jetzt sehe man mehr Gespräche, mehr echtes Miteinander.

Oder in Solingen: Hier setzen Schulen auf Selbstverpflichtung. Eltern und Fünftklässler vereinbaren mit den Schulen, soziale Medien zunächst nicht zu nutzen. Begleitet wird das Projekt durch Medienbildung und Unterstützung älterer Schüler. Nach einem halben Jahr lautet die Bilanz: Die Kinder sind aktiver im direkten Kontakt miteinander geworden. Entscheidend ist, dass Schule und Eltern gemeinsam handeln. [...]
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