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Eltern & Co.
TRÄUME

Monster und Hexen – Wenn Kinder nachts aufschrecken

Foto: iStock
Träume helfen uns, Erlebtes, sogenannte Tagreste, zu verarbeiten. Hirnforscher haben herausgefunden, dass schon Babys im Mutterbauch das »Erlebte« im Traum verarbeiten. Warum aber haben Kinder oft schlimme Träume? »Alpträume helfen Kindern, mit ihren Ängsten umzugehen«, sagt Prof. Michael Schredl, der wissenschaftliche Leiter des Schlaflabors am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. »Kinder haben mehr Alpträume als Erwachsene«, weiß der Psychologe und Traumforscher. »Alpträume treten bei Kindern vor allem im Alter zwischen sechs und zehn Jahren auf.«

Königswege zum Unterbewussten

Kinder-Alpträume stellen Eltern vor Herausforderungen. In der Psychoanalyse sind Träume die Königswege zum Unbewussten. »Kinderträume haben nicht selten mit der Beziehung zu den Eltern zu tun – und mit deren Ängsten und Sorgen«, erklärt die Psychoanalytikerin Dr. Dunja Voos, die in ihrer Praxis in Pulheim bei Köln auch Erziehungsberatungen anbietet. Wer sich seinen eigenen Ängsten stelle und das Kind vor allem nach schlechten Träumen gut begleite, könne sich und dem Kind etwas Gutes tun.

Neben Alpträumen gibt es noch eine andere Ursache dafür, dass Kinder nachts Schreien und Weinen. Sie heißt Nachtschreck, auf Lateinisch Pavor nocturnus, und betrifft zumeist Kinder zwischen zwei und sechs Jahren. Dabei wird das Kind gar nicht wach, zeigt aber Anzeichen höchster Panik und reißt oft die Augen auf. Manchmal steht das Kind sogar auf und läuft herum. Da sollten Eltern gelassen bleiben, betont Dunja Voos: »Das Kind nimmt durchaus wahr, was Eltern ihm sagen. Deshalb sollten die Eltern ganz ruhig auf das Kind einreden und damit signalisieren, dass sie da sind.« [...]
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