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| ZEHN GEBOTE (7) Du gibst, was du hast |
Gott liebt einen fröhlichen Geber |
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»Von deinem Brot gib dem Hungernden.« Ein Drittel der Menschheit lebt in Wohlstand, während zwei Drittel wie etwa dieser Wohnungslose in ärmlichen Verhältnissen leben. Foto: KNA |
Menschen, die geben, haben immer genug. Bei ihnen ist Überfluss und gute Laune, sie haben stets ein wohlwollendes Lächeln auf den Lippen. Ihnen gehen die Gaben nie aus. Demgegenüber kennen Sie bestimmt Menschen, die Sie auslaugen. Nach einem längeren Gespräch mit ihnen haben Sie das Gefühl, benutzt und gebraucht worden zu sein. Sie kommen wie erschlagen nach Hause, Ihnen brummt der Kopf. Meist ist solchen Menschen nicht zu helfen, sie stehlen Ihnen buchstäblich sinnlos Ihre wertvolle Zeit.
Es gibt auch Menschen, die sich heimlich am Gut anderer bereichern, die ihnen Wertgegenstände entwenden, oft auch auf legale Weise mit klein gedruckten Passagen in diversen Verträgen, die bewusst und gerne übergangen werden.
»Geben ist seliger denn nehmen« (Apg 20,35), heißt es in der Apostelgeschichte. Tatsächlich sind Gastfreundschaft und Großzügigkeit urbiblische Eigenschaften, die sowohl den Geber als auch den Nehmer ehren. Solche großherzigen Begegnungen bauen auf, stiften Freundschaft und Vertrauen, machen Mut.
Was können wir nicht alles geben? Geld, Zeit, Talente, Wortbeiträge, diverse Gegenstände, die einem anderen fehlen. Im Buch Jesus Sirach lesen wir: »Deine Hand sei ausgestreckt zum Nehmen und beim Geben nicht verschlossen« (Sir 4,31). Daraus dürfen wir schließen, dass es sinnvoll und vernünftig ist, beim Geben und Nehmen für Ausgewogenheit zu sorgen. Uns sollen weder die Gier noch die Liederlichkeit Antriebsfeder unseres Handelns sein. Wer auch hier ein gutes, gesundes Maß beibehält, wird sich vor Traurigkeit und Selbstüberschätzung schützen. Er wird sich gern beschenken lassen und auch anderen gern eine Freude bereiten.
Tatsache ist, dass gesunde und aktive Menschen gern geben: ihre Lieder, ihr Lächeln, ihre Worte, ihr offenes Ohr … Und sehr oft ist es so, dass sie mehr zurückbekommen, als sie selbst gegeben haben. Wer etwa einen alten oder sterbenden Menschen im Krankenhaus besucht, wird oftmals gestärkt und getröstet wieder nach Hause gehen. Dies gilt vor allem dann, wenn der Besuchte seine sichtliche Freude über den überraschenden Besucher offen zeigt. [...]
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