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| ZEHN GEBOTE (6) Du bleibst deinem Partner treu |
Die Liebe ist so verletzlich |
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Es ist für die ganze Familie schön, wenn Ehepaare über Jahrzehnte verlässlich zusammen gehalten haben. Sie sind so ein Abbild von Gottes Treue zu den Menschen. Foto: ivan-s/pexels |
In einer beliebigen Welt verliert der (junge) Mensch sehr schnell die Übersicht. Und so gilt für ihn: Treue ist ein hohes Gut, ein hoher Wert, der mit viel Freude, Stolz im guten Sinne und mit Dankbarkeit verbunden ist. Wer in der Beziehung treu bleibt, erntet anhaltende Zufriedenheit. Das ist nicht immer leicht und erfordert einen starken Willen, Durchhaltevermögen und eine große Liebe zum Partner.
In Zeiten von Gender und LGTBQ scheint die verlässliche Ehe zwischen Mann und Frau ein Auslaufmodell oder eine Option unter vielen zu sein. Aber bei jungen Menschen wird gerade die durchgehaltene Treue in der Ehe sehr hoch bewertet. Sie sehnen sich nach einem gemeinsamen Leben, nach einer gelingenden Familie, nach Halt und Orientierung, die auch wilden Zeiten standhält. Aber wie soll das gehen und wo können wir dies lernen?
Es gibt Ehevorbereitungskurse, es gibt Eheseminare, es gibt befreundete Paare, es gibt gute Lektüre, es gibt die Eheberatung … All das sind Stützen in der Ehe, aber jedes Paar muss für sich den gemeinsamen Ehe-Weg gehen. Leichter ist es, wenn es (Schwieger-) Eltern gibt, die diesen Prozess schon lange vorausgegangen sind und sich immer noch lieben.
Auch die Bibel vermag auf diese Frage eine Antwort zu geben. Verlass und Gewähr sind auch in Zeiten der Beliebigkeiten Werte, die durchaus zählen und immer Bestand haben werden. Es ist der Herr, der den Bund der Menschen segnet. Er ist auch der Garant für eine gute, fruchtbare Gemeinschaft. So heißt es im ältesten Brief des Neuen Testaments: »Der Herr ist treu; er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren« (2 Thess 3,3).
Tatsächlich bauen wir unser Lebenshaus auf Fels, wenn wir uns Gott anvertrauen. Die Stürme des Lebens können uns nichts, das Haus steht fest wie der Eckstein Jesus, der unser Lebenskonstrukt zuverlässig zusammenhält. Es sind also nicht so sehr unsere Gefühle, auch nicht unsere amourösen Abenteuer im Bett, auch nicht das Geld oder die Großfamilie allein, die uns Schutz bieten und das Zusammenbleiben erleichtern.
Es ist tatsächlich der Herr, dem wir uns immer und überall vertrauensvoll zuwenden können, auf ihn ist Verlass. Ablesen können wir die standgehaltene Treue auch am Beispiel alter, glücklicher Ehepaare, die nach Jahrzehnten ehelichen Zusammenlebens immer noch zufrieden und händehaltend durch die Straßen spazieren. Und so nimmt in dem alttestamentlichen Buch Tobit der junge Tobias seine Frau Sara auch nicht aus reiner Lust zur Frau, sondern betet mit ihr um Gottes Erbarmen und um den ausdrücklichen Segen für ihre Ehe. Sie wollen gemeinsam alt werden und einander liebevoll verbunden bleiben (vgl. Tob 8,1ff.) [...]
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