Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



Cover der Exerzitienbroschüre der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem Brunnen und einer schweren Holztüre
Die Exerzitienbroschüre der Diözese
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Hoffnungsort
Gott vertrauen (2): Gott kennen lernen

In jeder guten Tat und in jedem Glücksgefühl wie Gott empfinden

In jeder guten Tat und in jedem Glücksgefühl wie Gott empfinden
Solidarität mit den Überlebenden des Erdbebens von L’Aquila: Wer barmherzig ist, Gutes tut und Notleidenden hilft, handelt wahrhaft göttlich. In jeder Wohltat, die wir anderen erweisen oder empfangen, können wir zugleich Gottes Wesen mitempfinden, weil wir ihm dabei in unserem Herzen Raum geben.
Foto: KNA
Müssen wir immer zuerst Menschen vertrauen, ehe wir Gott vertrauen können? Was aber, wenn wir das Vertrauen zu dem verlieren, wie man uns Gott nahe gebracht hat? Können wir auch »auf eigene Faust« Gott so nahe kommen, dass wir ihm mit der Zeit einfach aufgrund unserer persönlichen Erfahrung vertrauen? Auch hier kann uns ein Blick in Israels Geschichte weiterhelfen. Schließlich gab es für die Menschen in Israel keinen wöchentlichen Religionsunterricht und keine Predigt am Sabbat, es gab weder Bibelkreise noch religiöse Gesprächsabende. Dennoch lernten sie ihren Gott immer besser kennen. Doch wie? Die Antwort ist einfach: Es waren die Reichen und Mächtigen, durch die das »einfache Volk« Jahwe, Israels Gott, kennen lernte. Indem diese sich nämlich wie Jahwe verhielten – oder wenigstens verhalten sollten –, machten sie Gott für das ganze Volk anschaulich und erfahrbar.

Ein gutes Beispiel dafür bietet Israels ältestes Gesetzbuch, das sogenannte Bundesbuch (Ex 21,1–23,33). Völlig überraschend regelt es als Erstes die Freilassung der Schuldsklaven (Ex 21,2–11). Das ist an sich schon ungewöhnlich, denn die Sklaventhematik begegnet in der damaligen Gesetzgebung außerhalb Israels normalerweise erst zuletzt. [...]
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