Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



Cover der Exerzitienbroschüre der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem Brunnen und einer schweren Holztüre
Die Exerzitienbroschüre der Diözese
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Puzzle-Collage mit Portraits von Vorbildern aus der Region
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Elternhaus
Elternschule (6)

Glaube in der Familie braucht auch Geduld

Glaube in der Familie braucht auch Geduld
Foto: kathbild
Familienkreis: Einmal im Monat treffen sich Eltern und Kinder, um miteinander etwas zu unternehmen und Gemeinschaft zu erleben. Dabei teilen sie miteinander, was jeder mitgebracht hat. Diesmal wollte man mit dem Zug nach Stuttgart fahren. Diesmal wollten sie nicht nur miteinander, sondern auch mit anderen Menschen teilen. So hatten sie es sich gedacht. Nach einstündiger Fahrt erreichten sie Stuttgart. Auf der Königsstraße angekommen, verschenkten sie Äpfel aus eigener Ernte – besser: sie wollten verschenken! Doch sie ernteten so manchen verwunderten Blick: Kann man diesen Leuten trauen? Was machen die denn, was soll das? Auch erschrockene Blicke ernteten sie. Eine besorgte Mutter ließ zuerst die Schenkende in den Apfel beißen, bevor ihre Tochter ihn nehmen durfte. Andere schüttelten einfach den Kopf oder liefen weiter. Eltern wie Kinder, der ganze Familienkreis, war irritiert und enttäuscht. Damit hatten sie nicht gerechnet. Solche Ablehnung hatten sie noch nie erfahren. Sie wurden sehr nachdenklich.

Wie naiv – wie kann man auch auf solch eine Idee kommen! Das muss doch schief gehen. Wir haben doch alles im Überfluss, mit Äpfeln kann man doch heutzutage keine Freude machen«, so wird manch einer jetzt denken. Wäre genau das aber nicht zu kurz gegriffen? »Warum wollen die Leute die Äpfel nicht?«, fragte erst Leonie. Daniel und Nele meinten nur: »Schade!« Die anderen Kinder reagierten nur mit fragenden Blicken. Ihre Eltern bemühen sich zu Hause um eine Erziehung, in der sie ihren Kindern menschliche und christliche Lebenshaltungen vorzuleben und weiterzugeben suchen. [...]
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