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Wie ist das mit der Vergebung?
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SUIZIDGEDANKEN

Wo junge Leute Hilfe unter Gleichaltrigen finden

Wo junge Leute Hilfe unter Gleichaltrigen finden
Gerade junge Menschen stoßen in ihrer Selbstfindungsphase im Leben an ihre Grenzen. Besonders schlimm ist es, wenn es zu Suizidgedanken kommt.
Foto: Obradovic/iStock
Es ist eine Tragödie, wenn Jugendliche und junge Erwachsene sich das Leben nehmen. Es ist erschreckend, dass Selbsttötung bei den Zehnbis 24Jährigen die häufi gste Todesursache ist. Deshalb gibt es für junge Menschen mit Suizidgedanken ein wachsendes Betreuungsnetzwerk. Vor allem Gleichaltrige können hier besonders eine Hilfe sein.

Der anonyme Hilferuf aus einem kleinen Dorf irgendwo in Deutschland ist herzzerreißend. Die Mail kommt von einem Mädchen mit Schulproblemen. Die junge Frau findet sich zu dick. Sie geht kaum mehr aus dem Haus. Zu oft hat sie da draußen Mobbing von Mitschülern erlebt. In ihrer Familie fühlt sie sich nur noch wie das fünfte Rad am Wagen. »Es ist besser für alle, wenn ich mich einfach umbringe.«

Sätze wie dieser erreichen das Team von »[U25]« jeden Tag. Allein 2025 hat das Netzwerk bundesweit rund 1700 jungen Menschen geholfen, denen Suizidgedanken durch den Kopf gingen. Hier sind es Leute unter 25, die Hilfesuchenden per Mailwechsel Halt geben. Gleichaltrige, die ihre Lebenswelt kennen. Im Unterschied zum Krisentelefon für eine akute Gefahrenlage geht es dabei um längere Begleitung im Alltag. Beide Seiten nutzen Decknamen, um den geschützten Raum zu wahren.

Aline (23) hat sich der Initiative gerade erst angeschlossen. Die Helferin beginnt in wenigen Wochen an einem der drei neuen Standorte von »[U25]« in Rheinhessen. Das katholische Hilfswerk Caritas wird dann an bundesweit 14 Standorten OnlineSuizidprävention anbieten. Denn die Nachfrage übersteigt das Angebot, wie die Caritas berichtet.

Aline, die soziale Arbeit studiert, möchte mit dieser ehrenamtlichen Tätigkeit als »Peer«, also Gleichaltrige, etwas bewirken, auch wegen eigener Erfahrungen: »Ich hatte damals selber mal eine schlechte Zeit, in der ich Personen hatte, die mir zugehört haben und einfach da waren. Das hat mir auch geholfen. Ich dachte, ich will das irgendwie weitergeben.«

Das Prinzip ist einfach und niedrigschwellig. Hilfesuchende melden sich über eine CaritasOnlineBeratungsplattform mit einem Decknamen an und senden eine erste Nachricht. Die erste Antwort erfolgt innerhalb von 48 Stunden. Danach antwortet der Berater oder die Beraterin regelmäßig weiter und ist Brücke zu weiterführenden Hilfen, wo nötig. Die ebenfalls 23 Jahre alte Aileen, die auch gerade die Ausbildung für »[U25]« macht, arbeitet bereits ehrenamtlich im Jugendarrest. »Ich glaube, es steckt in mir, anderen Menschen zu helfen.« [...]
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