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| FINANZBILDUNG |
Wie Kinder verstehen, was Geld überhaupt ist und soll |
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Geld und Finanzen sind nichts für Kinder? Ganz klares Nein. Schon früh sollten Kinder mit Taschengeld und Sparschwein lernen, wie man mit Geld umgeht. Foto: milorad kravic/iStock |
Taschengeld, Budgetieren, Investieren. Komplizierte Themen, die Kinder noch nicht verstehen? Falsch gedacht. Eine Finanzexpertin erklärt, warum Kinder schon früh lernen sollten, mit Geld umzugehen. Vor allem beim Thema Sparen und sein Geld einteilen ist es wichtig, schon früh zu lernen, da sollten auch Eltern konsequent sein.
Sparschwein und der erste Ferienjob: Der Umgang mit Geld gehört zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Wie lernen sie, damit verantwortungsvoll umzugehen? In vielen Familien übernehmen Eltern diese Aufgabe. Finanzexpertin und Autorin Magdalena Sporkmann sieht das als wichtig an – doch sie betont, das reiche nicht. Auch Schulen müssen nach ihren Worten in die Verantwortung genommen werden. »Ich finde Finanzbildung genauso wichtig wie das Erlernen von Fremdsprachen.«
Mit der Finanzerziehung sollte nach Ansicht der Expertin begonnen werden, sobald Kinder verstehen, dass Geld gegen Waren oder Dienstleistungen getauscht wird. Ein festes Alter lasse sich dafür nicht nennen, da sich Kinder unterschiedlich entwickeln. Entscheidend sei, alltägliche Situationen zu nutzen und Geld zu einem selbstverständlichen Gesprächsthema zu machen.
Wer früh lerne, eigene Einnahmen und Ausgaben zu planen, entwickle nicht nur finanzielle Kompetenz, sondern schaffe sich später auch größere Handlungsspielräume, stellt Sporkmann fest. Sie verweist auf aktuelle Zahlen des »Schuldneratlas Deutschland«: Demnach waren 2025 rund 6,95 Prozent der unter 30-Jährigen überschuldet. Gemeint sind dabei nicht kurzfristige Kontoüberziehungen, sondern Menschen, die ihre Verbindlichkeiten dauerhaft nicht mehr begleichen können.
Die Expertin sieht dafür mehrere Ursachen. So würden junge Menschen über soziale Medien ständig mit Kaufanreizen konfrontiert. Gleichzeitig machten digitale Bezahlmethoden das Geldausgeben immer abstrakter und zugleich einfacher. Anders als Bargeld vermittle das Bezahlen per Smartphone oder Karte kaum noch das Gefühl, tatsächlich Geld auszugeben. In der Folge geraten manche sehr schnell in Schulden, ohne es rechtzeitig zu merken.
Eine zentrale Rolle, um den Umgang mit Geld zu lernen, spielt das Taschengeld. »Es sollte regelmäßig, bedingungslos und in einer festen Höhe ausgezahlt werden«, erklärt Sporkmann. Nur so lernten Kinder, mit einem begrenzten Budget zu wirtschaften und Prioritäten zu setzen. Werde Taschengeld dagegen als Belohnung oder Strafe eingesetzt, verliere es seinen pädagogischen Zweck. Anfangs sollte das Geld bar übergeben werden, später könne auch ein eigenes Girokonto sinnvoll sein. So lernten Kinder schrittweise den Umgang mit digitalen Zahlungsmitteln. [...]
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