Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
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Elternhaus
GEFÜHLSSTARKE KINDER

Wie Eltern Kinder mit viel Temperament stärken können

Wie Eltern Kinder mit viel Temperament stärken können
Foto: nadezhda1906/Adobe Stock
Wenn Tom wütend ist, dann bebt die Erde. Der Sechsjährige schlägt wild um sich, schreit sich die Seele aus dem Leib und wirft sich auf den Boden. Die Gründe für seine heftigen Ausraster erscheinen seinen Eltern oft vergleichsweie banal: Diesmal waren es die Socken, die er nicht anziehen wollte. Weil sie »zu kratzig« sind, wie er sagt. In anderen Momenten ist Tom wie ausgewechselt. Er liebt es, Tiere zu zeichnen und denkt sich immer wieder neue Piratengeschichten aus, die er seinem kleinen Bruder erzählt. Doch das lange Stillsitzen in der Schule fällt Tom schwer. Der Junge hat einen immensen Bewegungsdrang und kann sich kaum ruhig halten.

Seit ein paar Monaten wissen seine Eltern: Tom ist ein gefühlsstarkes Kind. Er erlebt Reize und Emotionen ungefiltert, kann sich nur sehr schwer selbst regulieren und eckt deswegen in der Schule immer wieder an. Das Alltagsleben mit ihm zu Hause gleicht einer Achterbahnfahrt. Der Sechsjährige scheint die Welt um ihn herum viel intensiver wahrzunehmen als andere. Zur Ruhe zu kommen? Für ihn oft unmöglich.

Besonders wütend, traurig und sensibel

Den Begriff »gefühlsstarke Kinder« hat die Journalistin und Autorin Nora Imlau geprägt. In ihrem Buch »So viel Freude, so viel Wut« beschreibt sie, wie Eltern am besten umgehen können mit einem Kind, das extrem ist in seinen Gefühlen: Wütender, trauriger, aber oft auch sensibler und aufmerksamer als andere Kinder. Die Herausforderung, solch ein Kind ins Leben zu begleiten, ist groß. [...]
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