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| GROSSELTERN |
Wenn Oma und Opa weit weg wohnen |
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Endlich wieder Oma und Opa wiedersehen: Nicht immer wohnen
die Großeltern in der Nähe. Dann sind Besuche selten, aber umso
intensiver. Fotos: RgStudio/iStock |
Mal eben schnell bei Oma und Opa vorbeischauen? In vielen Familien ist das unmöglich, weil man viel zu weit voneinander entfernt wohnt. Aber nah sein kann man sich trotzdem.
Großeltern sind wichtig. Sie vermitteln Liebe, Geborgenheit, Familiengeschichte. Sie bringen dank ihrer Lebenserfahrung oft eine Portion Gelassenheit mit, die der ganzen Familie guttut. Und sie spielen eine wichtige Rolle bei der Organisation der Kinderbetreuung: Rund die Hälfte aller Kinder wird Studien zufolge mithilfe der Großeltern aufgezogen. Viele Familien jedoch kennen einen solchen gemeinsamen Alltag nicht. Dass alle in einem Ort oder sogar unter einem Dach wohnen, ist selten geworden in Zeiten beruflicher Mobilität. Oft leben Großeltern und Enkel Hunderte Kilometer voneinander entfernt und statt spontaner Nachmittage oder regelmäßiger Sonntagsbesuche bleiben nur ein paar gemeinsame Ferien- und Feiertage im Jahr.
Doch auch mit seltenen Begegnungen lässt sich die Basis für eine gute Bindung legen. »Nah sein kann man sich trotzdem«, beruhigt Alexandra Langmeyer. Die Pädagogin leitet am Deutschen Jugendinstitut die Fachgruppe »Lebenslagen und Lebenswelten von Kindern« und erforscht unter anderem, welche Rolle die Familie im Aufwachsen von Kindern spielt. Räumliche Distanz stelle eine gewisse Herausforderung dar, wenn es um die Beziehung von Enkeln und Großeltern geht. Aber sie biete auch Chancen, weil die Begegnungen dann nicht alltäglich sind, sondern etwas Besonderes. Einen Nutzen haben davon beide Generationen, so Alexandra Langmeyer: »Studien zeigen, dass ein guter Kontakt zu den Enkeln bei vielen Großeltern die Lebenszufriedenheit steigert.«
Annette Sperling, Familienberaterin aus Dogern im Südschwarzwald, coacht in ihrer Praxis nicht nur Eltern, sondern auch Großeltern, die mit genau dieser Situation umgehen müssen (grosselternberatung. de). Ihre fünf Tipps zeigen, wie aus seltenen Treffen trotzdem eine tragfähige Beziehung wird.
Tipp 1: Digitale Medien als Brücke nutzen
»Es ist in den vergangenen Jahren durch die digitalen Medien sehr viel leichter geworden, Kontakt zu halten«, sagt Sperling. Der Videocall per Handy oder Tablet trägt dazu bei, dass Enkel mit ihren Großeltern vertraut bleiben, auch wenn sie sich selten sehen. Dabei sollten Eltern die Kinder ruhig auch mal unbeobachtet mit Oma und Opa sprechen lassen – und nicht jedes Gespräch muss ein klassisches Telefonat sein: »Man kann vorlesen, ein Spiel spielen, sich im Kinderzimmer etwas zeigen lassen.« [...]
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