Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Wie ist das mit der Vergebung?
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Glaubensland
Ein süßer konfessioneller Streit

Schokolade zum Fasten?

Schokolade zum Fasten?
Aus dem einst bitteren Trank wurde ein süßer Genuss: Die Schoko-Nikoläuse verwandeln das Warten auf Weihnachten in Vorfreude.
Foto: KNA
Wenn Schokoladenstückchen aus dem Adventskalender die lange Wartezeit bis Weihnachten versüßen, denkt kaum einer an den Streit, der sich einst um das Lebensmittel rankte. Nachdem Kolumbus 1492 in Amerika gelandet war, kamen aus den neuen Ländern viele unbekannte Dinge nach Europa, etwa die Kartoffel, die Tomaten, viele Bäume, Blumen und auch das »Xocoatl«, die Schokolade vom Kakaobaum.

Doch bis es ein Genuss wurde, gab es viel Streit. Daheim in Europa ging die Reformation ins Land. Und bei diesem neuen Getränk hatte auch die Kirche ihre Nase mitten in der »Schokoladentasse«. So sollte dieser neue Trank bald auf höchster Ebene geprüft werden. Da aber die Päpste des 16. Jahrhunderts, vor allem Leo X., Hadrian VI., Clemenz VII. und Paul III., ganz andere Probleme zu lösen hatten vergingen Jahre.

Papst Pius V. (1566–1572) plante gerade den größten Feldzug gegen die Türken, die Reformation hinterließ sichtbare Spuren und die Vorbereitungen zum Konzil in Trient (1545–1563) liefen auf Hochtouren, als Abgesandte der noch jungen Bischöfe Mexikos mit einem Anliegen nach Rom kamen. Die Eroberer, Missionare und Bischöfe sahen, wie Indianer in Amerika aus den mandelförmigen Bohnen des Cacahaquahuitl-Baumes ein braunes, bitteres, galliges Getränk herstellten. [...]
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