Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



Cover der Exerzitienbroschüre der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem Brunnen und einer schweren Holztüre
Die Exerzitienbroschüre der Diözese
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Puzzle-Collage mit Portraits von Vorbildern aus der Region
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Glaubensland
Heilig sein (4): »Ich schaue aus nach dir in deinem Heiligtum«

In jedem Menschen gibt es einen heiligen Grund

In jedem Menschen gibt es einen heiligen Grund
Da ist Gott, da bist du, und da ist der Augenblick. Jeder Augenblick ist wie ein Geschenk. Und weil er das ist, kannst du dich entspannen. Gehe dann in den Augenblick, und höre so gut wie möglich auf ihn.
Foto: iStock
Ich gehe davon aus, dass es in jedem Menschen einen heiligen Grund gibt. Wenn wir mit ihm in Berührung sind, aus ihm heraus leben, wird sich das positiv auf unsere Heiligkeit auswirken. Ob das tatsächlich geschieht, hängt freilich auch von uns selbst ab. Es setzt voraus, dass wir zunächst einmal davon ausgehen, dass es in uns einen heiligen Grund gibt und wir uns mit ihm in Kontakt befinden. Sie können mit Ihrem heiligen Grund in Berührung kommen, wenn Sie spirituelle Orte aufsuchen, die Ihnen helfen und es Ihnen erleichtern, in Ihr »Allerheiligstes«, Ihren heiligen Grund einzutreten, sich dort zu verankern und aus Ihrem heiligen Grund heraus zu leben.

Wenn Sie mit Ihrem heiligen Grund in Berührung sind, wenn Sie in Ihrem Allerheiligsten leben und von dort aus Ihren Alltag, Ihre Beziehungen leben und alles, was Sie tun, in ständiger Verbundenheit mit dem heiligen Grund tun, fühlen Sie sich umfangen von Gottes Gegenwart. Sie sind mitten im Leben und zugleich in Ihrem Allerheiligsten. Sie lassen sich von Ihrem Alltag nicht davontragen, stellen sich ihm, gestalten ihn.

Da Sie von Ihrem heiligen Grund aus leben, gestalten Sie auch Ihren Alltag bewusst. Sie huschen nicht über ihn hinweg. Sie sind da. Leben da: in einer Begegnung, bei einer Verrichtung, beim Betrachten einer Landschaft. Sie spüren Ihr Sehnen, Ihre Trauer, sehen das verlegene Lächeln des Kindes, bemerken die Resignation des Kollegen, fühlen die Trauer des Partners. [...]
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