Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



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Glaubensland
Glaube als Medizin? (3) Unheilbar krank und dennoch heil

»Der Arzt pflegt, Gott heilt«

»Der Arzt pflegt, Gott heilt«
Im Krankheitsfall bleibt oft nur: Zuwarten und »es« heilen lassen. Hinter diesem »Es« verbirgt sich Gott, die Natur und der unbewusste innere Heiler des Patienten.
Foto: photocase/o-zero
Unter »Heilung« verstehen wir häufig die Wiederherstellung des Zustandes vor der Erkrankung, also eine Art Rückkehr in eine Zeit, in der alles in Ordnung war. Dieses »kurative« (von lateinisch curare: heilen) Modell von Heilung ist geeignet für eine völlig »ausgeheilte« Lungenentzündung oder für die Genesung nach einer Blinddarmoperation (abgesehen von einer kleinen Narbe …). Was ist jedoch mit den – in der Praxis weitaus häufigeren – Fällen, in denen eine völlige Wiederherstellung der Gesundheit nicht mehr möglich ist?

Die Medizin der letzten 100 Jahre hat im Vergleich zur früheren Geschichte der Menschheit riesige Erfolge aufzuweisen. Und doch wird durch viele »Heilungen« lediglich eine akute Erkrankung in eine chronische überführt, die im Sinne des kurativen Ansatzes »unheilbar« ist. Dadurch werden dem Betroffenen, z. B. bei einer Krebserkrankung, vielleicht wertvolle Lebensjahre geschenkt. Das ist schon sehr viel, aber etwas ganz anderes als die völlige Wiederherstellung der Gesundheit. Wir müssen also bei jeder »Heilung«, von der wir hören, nach dem Verlauf fragen, nach dem, was sie den Betroffenen an Geld, Zeit und Belastung kostet, und was sie ihnen »bringt«. [...]
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