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| SANIERUNG |
Im Kloster Reute wird an der Zukunft gebaut |
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Generaloberin Sr. Maria Hanna ist seit 2022 Bauherrin auf dem Klosterberg in Reute. Sie hat das neue Kloster mit den weiteren Verantwortlichen so geplant, dass es »atmen« und sich entwickeln kann. Foto: pm/Kloster Reute/Caus Mellinger |
Die Franziskanerinnen von Reute sanieren ihr Kloster und richten Wohnraum für gemeinschaftliches Wohnen ein. Seit 2022 ist der Klosterberg eine Großbaustelle. Offen und nah soll das Kloster werden – für Schwestern und Gäste. »Wenn wir nicht mehr raus zu den Menschen können, brauchen wir ein Kloster, zu dem die Menschen kommen können«, sagt Generaloberin und Bauherrin Schwester Maria Hanna.
Der Blick auf die Zahlen war 2014 der Auslöser, die Zukunft der Gemeinschaft und des Klosters in Reute in den Blick zu nehmen. Die Schwestern sahen sich mit dem Kleinerwerden und Altern der Gemeinschaft konfrontiert. Wie kann der große Gebäudebestand entwickelt, wie die Ordensgemeinschaft in die Zukunft geführt werden? Antworten gab ein Visionsprozess, der 2016 angestoßen wurde. Heute, elf Jahre später, steht Generaloberin Schwester Maria Hanna inmitten ihrer Klosterbaustelle.
Gerade hat sie mit der Projektgruppe und den Architekten ein Musterzimmer im Mutterhaus besichtigt. Die warmen Farbtöne von Wänden und Holzfußboden lassen wenig vom Zustand des Gebäudes zum Beginn erahnen. »Wir haben alles gut in Schuss gehalten, aber der Zahn der Zeit war nicht aufzuhalten«, sagt Schwester Maria Hanna. Vor allem habe eine echte Mitte gefehlt, ein Ort, an dem Menschen ankommen könnten, an dem sie spürten, hier bin ich im Kloster. Das ändert sich gerade. Das Mutterhaus bleibt als Klausur erhalten. Im älteren Teil des Klosters, der wegen seiner Form »historisches U« genannt wird, entsteht ein öffentlicher Ort für Gäste und Besucher – das neue Herz des Klosters.
Das Musterzimmer indes täuscht darüber hinweg, wie es im restlichen Kloster aussieht. Überall wird gebaut. Klösterliche Ruhe? Fehlanzeige. Mehr als ein Jahr lang dauerten allein die Rückbauarbeiten; sämtliche Installationen und Leitungen wurden entfernt, ebenso Fußböden, Einbauten und rund 450 Fenster. 2022 feierten die Schwestern den letzten Gottesdienst in der Klausurkapelle. Danach wurden die Gebäude ausgeräumt. Überzähliges Mobiliar, Kirchenbänke, liturgische Ausstattung und vieles mehr wurden nach Ungarn und Albanien abgegeben, was noch verwendet werden soll, wurde eingelagert. [...]
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