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| Titelthema |
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| Kirche und KI |
Kirche und KI – Hand in Hand? |
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In einem Start-up in München konzipiert, wird Navel als sogenannter Empathie-Roboter eingesetzt. Er kann und soll sich mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Pflegeheims St. Barbara in Stuttgart-Möhringen unterhalten. Foto: mk |
Egal ob Chatbot, ChatGPT oder humanoide Roboter – künstliche Intelligenz (KI) ist nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Sie macht das Leben in vielen Dingen leichter, sogar effizienter. Doch das Thema macht auch Angst. Kann sich eine KI verselbstständigen? Kann sie Krieg führen? Ist sie intelligenter als der Mensch? Noch hat niemand eine Antwort auf diese Fragen. Aber die Entwicklungsfortschritte sind rasant. Hält nun auch bald KI Einzug in die Kirche? Ist es vielleicht eine Chance, Kirche wieder realitätsnaher für die Menschen zu machen? So richtig weiß auch das keiner, aber Kirche beschäftigt sich mit diesem Thema, weiß aber auch, dass sie eine Institution ist, die mit Ethik und Moral in der Diskussion etwas zu sagen hat. Ihr sogar kurz ein Stoppschild vorhalten kann, um zu fragen: Wo bleibt bei dem Ganzen der Mensch in seiner Ganzheit, mit seiner Freiheit und seiner Würde?
Er ist etwa kniehoch, hat eine Mütze auf dem Kopf und Augen, die blinzeln können: Navel. Er ist ein humanoider Roboter, der sich mit Hilfe von künstlicher Intelligenz als sogenannter Empathie-Roboter im Pflegeheim St. Barbara in Stuttgart-Möhringen mit den Hausbewohnerinnen und -bewohnern unterhält. »Navel soll und kann Mitarbeitende nicht ersetzen. Wir sehen ihn als ergänzendes Angebot. Wir probieren ihn bisher gezielt bei Einzel- oder Kleingruppenangeboten aus«, erklärt René Stolz-Hoppmann, Hausleiter des Pflegeheims.
Navel kann sich durch seine zwei Rollen zwar innerhalb einer kleinen Sitzgruppe bewegen und sich seinem jeweiligen Gesprächspartner zuwenden, aber an seinen Einsatzort kommt er bisher nur durch eine Fachkraft. »Arbeit nimmt er uns noch nicht ab, aber er findet Zugang zu Bewohnerinnen und Bewohnern, bei denen unsere Pflegefachkräfte bisher noch nicht durchgekommen sind«, sagt Filomena Nigro. Was die stellvertretende Hausleiterin damit meint: »Klientinnen oder Klienten, die eine psychische Einschränkung haben oder an Demenz erkrankt sind, fällt es nicht immer leicht zu kommunizieren oder sich auf unsere Fachkräfte einzulassen. Aber mit Navel unterhalten sie sich plötzlich. Das ist ein positives Ergebnis seit wir mit dem Roboter arbeiten.« [...]
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