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| Titelthema |
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| LITURGISCHES EHRENAMT |
Mein Ehrenamt in der Liturgie |
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Das Ministrieren gehört zu den gängigsten ehrenamtlichen Diensten in der katholischen Kirche. Mittlerweile gibt es viele weitere Möglichkeiten für Laien, in der Liturgie aktiv mitzuwirken. Foto: KNA |
Festliche Gottesdienste sind für viele Gläubige besondere Momente im Kirchenjahr. Üppiger Blumenschmuck oder ein prächtiger Erntedankaltar, Kerzen und Weihrauch, Gewänder in den passenden liturgischen Farben und dazu festliche Gesänge, von der Orgel begleitet – all das wird von vielen fl eißigen Händen vorbereitet. Dass diese Arbeit oft ehrenamtlich erfolgt, hat in der Kirche Tradition, ist aber keine Selbstverständlichkeit. Die Motivation liegt meist in der Bindung zur Glaubensgemeinschaft . Dies gilt besonders, wenn es um das aktive Gestalten von Gottesdiensten durch Laien geht. Schon die Liturgiekonstitution von 1963 (Sacrosanctum Concilium Nr. 48) ruft die Gläubigen auf, »nicht wie Außenstehende und stumme Zuschauer« der Feier beizuwohnen, sondern »die heilige Handlung bewußt, fromm und tätig« mitzufeiern. So sind in den letzten Jahrzehnten neue Dienste hinzugekommen. Neben Ministranten und Kantoren wirken nun Lektoren, Kommunionhelfer und Wortgottesfeierleiter. Auch in unserer Diözese sind Hunderte von Frauen wie Männern im liturgischen Ehrenamt tätig und tragen so zu einer lebendigen Glaubensgemeinschaft an ihrem Ort bei.
Mit dem Aufbrechen des priesterzentrierten Feierns hin zu einer aktiven Mitgestaltung durch die Gläubigen haben sich nicht alle anfreunden können. Und so manchen Gläubigen, die mit den neuen Möglichkeiten ins Tun gingen, wurde skeptisch begegnet. Als Sonja Berner vor 24 Jahren ihre Beauftragung zur Wortgottesfeierleiterin von Bischof Gebhard Fürst erhielt, war sie voll Freude. Sie fühlte sich von Gott zu diesem Dienst berufen und konnte nun für die Gemeinde da sein, mit ihr die Gemeinschaft feiern. Doch sie traf auf Skepsis und hatte mit Hindernissen in der Ausübung zu kämpfen. Umso begeisterter ist die 55-Jährige heute immer noch voll für die Gemeinde da, um aktiv »das Geschenk des Glaubens weiterzugeben«.
Sorgen dagegen macht sich Oberministrantin Miriam Göster. Mädchen und Frauen im Amt der Ministrantin sind zwar längst normal. In ihrer Gemeinde – wie möglicherweise in sehr vielen Kirchen der Diözese – ist die Mehrzahl der Messdiener sogar weiblich. Doch das Interesse an diesem Dienst wird zunehmend geringer und mit immer weniger Kommunionkindern schrumpft auch die potenzielle Interessentengruppe weiter. Sie setzt sich für neue Wege in der Jugendarbeit ein und probiert mit einem abwechslungsreichen Angebot für Minis über die eigene Kirchengrenze hinaus Kinder und Jugendliche für die Gruppe zu gewinnen. »Man vernetzt sich und trifft sich«, sagt die 18-Jährige, die gerne zeigen möchte, dass es viele Wege gibt, in der Kirche und darüber hinaus etwas zu bewirken. [...]
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