Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



Cover der Exerzitienbroschüre der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem Brunnen und einer schweren Holztüre
Die Exerzitienbroschüre der Diözese
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Titelthema

Abt Notker, wie war das 1968?

Abt Notker, wie war das 1968?
Abt Notker
Foto: KNA
Studenten sprengen Vorlesungen, ziehen gegen die Springer-Presse zu Felde, liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei. Das Jahr 1968 markiert einen Wendepunkt in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die alte Ordnung beginnt zu zerbrechen. Unter vielen jungen Leuten macht sich ein neues Lebensgefühl breit. Der Wunsch nach einem Ausbruch aus der gesellschaftlichen Erstarrung schafft sich in einer Revolte ein Ventil. Die 68er-Bewegung hat die neue Bundesrepublik geprägt. Notker Wolf, als Abtprimas in Rom oberster Repräsentant aller Benediktiner weltweit, erlebte das bewegte Jahr in München und macht sich rückblickend seine eigenen Gedanken über die Auswirkungen auf Gesellschaft und Kirche.

Herr Abtprimas, wie haben Sie die Zeit der so genannten Achtundsechziger-Bewegung erlebt?
Zunächst positiv als einen Protest gegen den »Muff von 1000 Jahren unter den Talaren«. Ich studierte 1968 unter anderem Zoologie und erlebte, wie der Ordinarius mit einem ganzen Rattenschwanz von Assistenten und anderem Personal in die Vorlesung kam. Es kam mir vor wie ein Pontifikalamt in der katholischen Kirche – ich konnte mit einem solchen Aufwand nichts anfangen. Auf der anderen Seite nahm ich bald die negativen Seiten der Studentenrevolte wahr. [...]
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