Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



Cover der Exerzitienbroschüre der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem Brunnen und einer schweren Holztüre
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Titelthema

Armut hat viele Gesichter

Armut hat viele Gesichter
Leere und abgearbeitete Hände, die sich dem Gegenüber in einer Geste der Verzweiflung entgegenstrecken. Um Hilfe zu bitten fällt keinem leicht.
Foto: Corbis
Auf leisen Sohlen schleicht sie sich Schritt für Schritt heran und wen sie einmal in ihren Fängen hat, den lässt sie so schnell nicht mehr los. Hart­näckig und unauffällig wird sie zum ständigen Begleiter, ein dunkler Schatten, der auf der Seele lastet und das Leben schwer macht, furchtbar schwer. Wer Armut heute in Bilder übersetzt, löst sich ein Stück weit von alten Klischees: Der obdachlose Mann auf der Straße, die suchtkranke Punkerin im Stadtpark, der Bettler vor dem Supermarkt …

Armut ist sehr viel komplexer und sie ist eine Meisterin darin, sich zu verstecken – an Orten, an denen man sie nie vermutet hätte. Allein in Stuttgart leben etwa 40 000 Menschen von Hartz IV, einer »Grundsicherung«, die kaum fürs Leben reicht. Kinder und Familien, Jugendliche und junge Erwachsene, suchtkranke, alte und behinderte Menschen, allein Erziehende, Frauen und Männer. Armut macht vor keinem Halt, in Zeiten in denen selbst ein Vollzeitjob nicht mehr dazu ausreicht, sich selbst, geschweige denn eine Familie durchzubringen. Was bedeutet Armut für die Menschen hierzulande und wo verbirgt sie sich? Diese Titelgeschichte spürt ihr nach und lässt Menschen zu Wort kommen, die Tag für Tag gegen sie kämpfen. An diese Titelgeschichte schließt sich in den kommenden Wochen eine Serie an, in der verschiedene Aspekte der Armut noch einmal besonders hervorgehoben werden. [...]
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