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| Reiner Schlotthauer |
Manchmal wünschte man sich James Bond zur Seite. Genau, Bond, James Bond. Jetzt, da sein Film in den Kinos läuft, könnte er ja beim Suchen helfen: nach der gewissen Frau oder dem Mann, auf jeden Fall der Person, nach der alle fahnden und deren Abwesenheit alle beklagen.
Früher habe es von der Sorte Mensch, die wir suchen, noch genügend gegeben, heißt es: ehrlich und direkt, couragiert, nicht stromlinienförmig wie die meisten, die für den Erfolg sogar sich selbst verkaufen, auch den Glauben. Im Gegenteil, ein Mensch mit Charakter, mit Ecken und Kanten, nicht einmal fehlerfrei. Und vor allem nicht aalglatt, sonst wäre er nicht glaubwürdig, hätte dann das Leben mit seinen Reibungen und Entscheidungen nie gelebt.
Einem Vorbild sind wir also hinterher. Einem Menschen, den man nach dem Woher und Wohin fragen kann, dem man sich anzuvertrauen traut, ohne dass er den eigenen Nutzen sieht. Ein Mensch, hinter dessen Handeln Sinn aufscheint. Einer, der sich an Größerem orientiert und daher auch orientieren kann. [...]
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