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Erinnerungen aufleben lassen |
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| Manuela Kaczmarek, Redakteurin |
Gruselkostüme, Kürbislaternen und »Süßes oder Saures« – mittlerweile ist Halloween eine Tradition auch in Deutschland geworden. Plastikvampirgebisse bekommt man im Supermarkt, Kürbisschnitzen ist zum neuen Herbst-Hobby geworden und Partys mit Kostümpflicht sind gang und gäbe. Für die einen ist es reine Konsummache und für die anderen wird am 31. Oktober eigentlich Martin Luthers Thesenanschlag gefeiert. Also irgendwie hat das Ganze nicht wirklich etwas mit der katholischen Kirche zu tun, oder?
Wenn man es genau nimmt, hat Halloween sogar seinen Ursprung im Christentum. Das Wort Halloween allein ist schon eine Zusammensetzung aus dem englischen »All Hallows’ Eve«. Auf deutsch bedeutet es der Abend vor Allerheiligen.
In Irland nennt man Halloween auch Samhain. Dies ist das Fest, an dem der Übergang zwischen der Erntezeit und dem Winter gefeiert wird. Alten Erzählungen nach soll in dieser Nacht die Grenze zwischen dem Reich der Toten zum Reich der Lebenden besonders dünn sein. Irische Auswanderer haben das Fest später nach Amerika gebracht. Dort wurde es zu dem Spektakel, das wir hierzulande als Halloween kennen: Gruselgestalten, Kürbisse und Süßigkeiten – Hauptsache man kann damit Geld verdienen.
Diese Einstellung ist allerdings zu kurz gefasst, denn warum können wir uns nicht wieder auf die Ursprünge konzentrieren? Auf den Abend, an dem wir unserer Verstorbenen gedenken und ihnen besonders nahe sind. Wie schon festgestellt, hat Halloween ja mehr mit Allerheiligen zu tun, als allgemein bekannt ist. Aber mit dem ersten und zweiten November haben wir Christen doch schon Tage, die unseren Toten gewidmet sind. Wieso also zusätzlich noch ein Vorabend? [...]
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