Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



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Genug gelernt?

Reiner Schlotthauer
Reiner Schlotthauer
Wo also steht die Kirche nach der Bischofssynode? Hoffentlich steht sie aber nicht nur, werden sich jetzt viele sorgen, sondern ist tatsächlich weitergekommen. Sind es Zentimeter, Meter, Kilometer? Für den wahren Fortschritt ist gewiss ein anderer Maßstab zuständig. Auch reicht es nicht aus, möchte man kritisch anmerken, dass Bischöfe und Kardinäle, so sympathisch das klingen mag, sich der Lebenswirklichkeit des Gottesvolks ein wenig angenähert haben. Dann hätten sie bloß Versäumtes, rückständigen Schülern gleich, aufgeholt. Eine Synode ist keine Fortbildung, keine Schulklasse, wenn auch manches in den Rollen daran erinnerte. Gleichwohl gab es jetzt in weiteren Bereichen vieles geistig aufzufrischen. Als Papst Franziskus für stärkere synodale Strukturen warb, wurde selbst Hinterbänklern klar: dass es auf der Suche nach dem Katholischen künftig nicht nur auf einige wenige ankommt, sondern auf alle Getauften. Und dass deren Welt, so undurchschaubar sie für manche Amtsträger sein mag, nicht deshalb gleich schlecht sein muss. Auch hier setzt sich die Erkenntnis durch: Die Entscheidungen der Menschen haben mehr Respekt verdient, denn wer weiß: Vielleicht wirkt auch hier Gottes Geist. Und nicht bloß der Zeitgeist, wie es jene unterstellen, die in der Kirche selbstverliebt und wahrheitssicher, aber vergeblich eine perfekte, nur in sich selbst ruhende Gesellschaft suchen, statt eine Kirche des begeisternden Aufbruchs. [...]
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