Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



Cover der Exerzitienbroschüre der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem Brunnen und einer schweren Holztüre
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Beate-Maria Link
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In welcher Welt leben wir eigentlich? Diese meist mit einem Stoßseufzer ausgesprochene Frage ist in den letzten Monaten immer wieder zu hören, begleitet von Kopfschütteln und Fassungslosigkeit. Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, die weltweiten Fluchtbewegungen, blutige Messerattacken quasi vor der Haustür, das Erstarken von Rechtspopulisten bei gleichzeitigem Bröckeln der Demokratie. Die Welt scheint aus den Fugen geraten, was bei vielen Menschen mit großer Verunsicherung, Angst und Wut bis hin zur völligen Orientierungslosigkeit einhergeht.

»Unordnung, Probleme, Fragen, wo wir nur hinschauen«, bilanzierte auch die Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz, Beate Gilles, unlängst auf dem Katholikentag in Erfurt – und »keine Aussicht auf einfache Lösungen«. Diese hätten manche Menschen gern, wie die jüngsten Wahlergebnisse im Osten unseres Landes zeigen. Scheinbare »Wunderheiler-Parteien« nennt sie der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse. Sie kämen mit ihren Versprechungen dem Bedürfnis nach diesen einfachen, schmerzlosen Lösungen entgegen und darüberhinaus dem Wunsch nach einer durchsetzungsfähigen Autorität. Komplexe, langwierige Prozesse zur Meinungsbildung seien weder gefragt, noch würden sie geschätzt.

Eine brandgefährliche Situation. Denn überstürzter Aktionismus statt wohlüberlegtes und einmütiges Handeln wie jetzt in der Migrationsfrage könnte eher Öl ins Feuer gießen und zu noch größerem Unfrieden in der Gesellschaft führen. Eine gemeinsame Suche nach Lösungen ist mühsam, aber führt einzig und allein zu tragfähigen Ergebnissen. [...]
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