Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Wie ist das mit der Vergebung?
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Wer durchsäuert wen?

Beate-Maria Link, Chefredakteurin
Beate-Maria Link, Chefredakteurin
Im September wird in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gewählt. Glaubt man den Umfragen, scheint der Wahlsieger zumindest in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern schon festzustehen: die AfD. An Boden hat die in Teilen gesichert rechtsextreme Partei nach Recherchen des ARD-Magazins Panorama erstaunlicherweise bei der Arbeiterschaft und den sogenannten kleinen Leuten gewonnen, obwohl ihre Politik alles andere als sozial ausgerichtet ist.

Doch es handelt sich hier offensichtlich zumeist um Protestwählerinnen und -wähler, die mit der bisherigen Politik derart unzufrieden sind, dass sie einfach die Partei wählen, die bislang noch nicht an der Macht war. Ins Parteiprogramm schauen vermutlich nur die wenigsten. Vielmehr wird auf vollmundige und platte Parolen vertraut, ohne die Gefahren zu erkennen und die Konsequenzen zu bedenken. Hatten wir eigentlich alles schon mal! Und wollten wir nie wieder!

Erstaunlich, dass auch viele Christinnen und Christen gibt, die sich zu dieser Partei hingezogen fühlen: rund 25 Prozent, so haben aktuelle Umfragen (unter anderen von INSA und YouGov) ergeben, obwohl die antikirchliche Tendenz dieser Partei mehr als deutlich ist. Für Mathias Bethke, Leiter des Katholischen Büros in Magdeburg, ist klar, »dass auch in unseren Gemeinden und Institutionen AfD-Wähler sein müssen«. Auch wenn Kirchennahe traditionell weniger oft extremistische und populistische Parteien wählten, so der Politikwissenschaftler gegenüber dem Kölner »domradio.de«, müsse es sie rein statistisch »in unseren Reihen geben«. Doch seiner Erfahrung nach »ist der AfD-Wähler ein scheues Reh; wir bekommen ihn selten zu Gesicht, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kirchenmauern.«

Die Deutsche Bischofskonferenz hat bereits 2024 mit ihrer Stellungnahme »Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar« klare Haltung zur Alternative für Deutschland gezeigt. [...]
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