Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



Cover der Exerzitienbroschüre der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem Brunnen und einer schweren Holztüre
Die Exerzitienbroschüre der Diözese
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Puzzle-Collage mit Portraits von Vorbildern aus der Region
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Mit Ecken und Kanten

Thomas Moritz Müller
Thomas Moritz Müller
Von der Parteien Gunst und Hass verwirrt, schwankt sein Charakterbild in der Geschichte.« So dichtete Fried­rich Schiller im Versmaß über den kaiserlichen Feldherrn ­Wallenstein aus dem 17. Jahrhundert. Der Satz könnte auch auf einen Mann zutreffen, der jetzt für ein Jahr lang im Mittelpunkt kirchlicher Gedenkfeiern steht: Paulus. Petrus, Johannes, Jakobus und wie sie noch heißen mögen, all die Jünger, die Jesus nahe standen, genießen weitgehend unumstrittene Verehrung. Allein der Mann aus Tarsus, der erst ein eifernder Verfolger und dann ein glühender Verehrer des gekreuzigten Rabbi aus Galiläa war, zieht höchst widersprüchliche Gefühle auf sich.

Das dürfte damit zusammen hängen, dass wir von Paulus mehr wissen, als von allen an­deren Aposteln. Damit wird er als Mensch greifbar. In seinen Briefen hat er Zeugnisse seines Denkens und Glaubens hinterlassen. Darin finden sich so wunderbare Passagen wie seine Hymne auf die Liebe: »Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.« [...]
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