Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



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Schweres Leben, leichtes Leben

Reiner Schlotthauer
Reiner Schlotthauer
So, wie es der Daimler-Chef jetzt ankündigt, dass nämlich in seinem Unternehmen so gut wie kein Stein auf dem anderen bleiben wird, nein, so revolutionär wird sich die Kirche wohl nicht wandeln. Aber wer weiß. Immerhin hat die 1900 Jahre ältere Institution einen Vorteil: Ihr Antriebsmittel, zumal unerschöpflich und vor Ort regenerierbar, wird sich nicht ändern, zum Glück – auch wenn die von Menschen gemachten Motoren stottern und ihre oft rückwärtsorientierte Art, sich fortzubewegen, besonders in diesen Tagen zu wenig elektrisiert. Doch auch hier gilt: Der Elektrizität, auch der des Glaubens, gehört die Zukunft.

Daher wird sich die Kirche entwickeln, wetten dass, und sich noch bewegen, garantiert. Die Zuversicht sollte sich niemand nehmen lassen, besonders nicht von den Bequemen, die sich ausgerechnet in Krisen gut einrichten, nach dem Motto: Ist alles so schlimm – aber wenigstens fällt’s dann nicht auf, wenn ich mich selbst nicht bewege. Und wenn es doch auffällt, dann sind ja die anderen schuld. Wer aber genau zuhört, was alles nunmehr Kirchenverantwortliche zur Debatte stellen, hat Anlass zu wenigstens ein bisschen Hoffnung. Und dafür, dass sich ausgerechnet in Schubladen hiesiger Ortskirchen, bei aller Bescheidenheit, gute Schaltpläne für die Zukunft befinden. Oder befinden könnten. Vielleicht sollten sich Bischöfe noch mehr als Ingenieure verstehen. Taten sind griffiger als Wunder. [...]
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