Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



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Glaubensland
JUBILÄUM

»Nur wer sich ändert, bleibt sich treu«

»Nur wer sich ändert, bleibt sich treu«
Gemeindereferentinnen und Gemeindreferenten aus der ganzen Diözese feierten zusammen mit Bischof Klaus Krämer im Rottenburger Dom das 100-jährige Bestehen ihrer Berufsgruppe.
Foto: Jochen Wiedemann/drs
Mit einem großen Fest hob die Diözese die Berufsgruppe Gemeindereferentin und -referent ins Rampenlicht. Seit 100 Jahren sind Frauen, und immer mehr Männer, in der Pastoral in ganz unterschiedlichen Funktionen in der Diözese tätig. Ein Blick zurück.

Die Zeit ist vorüber, wo der Geistliche alleine zum Wohle der Seelen wirken kann; heute brauchen wir dazu auch den Beistand der Laien.« Diese Erkenntnis äußerte Willibrord Benzler, Bischof von Metz, beim Katholikentag in Straßburg im Jahr 1905. Sein Ruf nach Frauen im pastoralen Bereich wirkte wohl wie ein Signal. 1911 institutionalisierte der Deutsche Caritasverband das ehrenamtliche und hauptamtliche Laienapostolat in der »Vereinigung für Seelsorgehilfe«. Und nach dem Ende des Ersten Weltkriegs bereitete die Caritasschule Freiburg erste Seelsorgerinnen auf religiöse und pastorale Arbeit vor: »Gehhin- Seelsorge« – sozial-karitativ, seelsorgerlich, diakonisch –, Begleitung des Laienapostolats und Pfarrei-Analyse.

Als 1926 die »Berufsgemeinschaft Katholischer Gemeindehelferinnen in Deutschland« gegründet wurde, fand in Freiburg bereits ein erster Nachschulungskurs für die Berufsgruppe statt. Unter den 60 Frauen waren drei aus der Diözese: Wilhelmine Hellstern und Gertrud Dorner, die seit 1920 in der Seelsorge der Stuttgarter Kirchengemeinden St. Elisabeth beziehungsweise St. Eberhard wirkten und Sr. Alphonsa Herrmann, die seit 1923 an St. Georg in Ulm als Gemeindehelferin tätig war. Heute sind Gemeindereferentinnen und -referenten in der ganzen Bandbreite der gemeindlichen Individual- und der Kategorialseelsorge tätig. Visionär überzeugt formulierte Margarete Ruckmich, ab 1927 Leiterin des Referats »Seelsorgehilfe« im Caritasverband, bereits 1925: »Die Seelsorge braucht die berufliche Mitarbeit der Frau.« Sie entwickelte ein erstes Stellenprofil und setzte sich dafür ein, dass Frauen für eine solche Arbeit befähigt werden. [...]
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