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| Exerzitienplan 2010 |
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| KS-Leserreisenbericht 2010 |
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| Leserreise »Jakobsweg I – Von Rottenburg bis Wolfach« |
| Leserreise vom 27. bis 31. Mai 2010 |
Damit Ihr Hoffnung habt …
Der eben zu Ende gegangene 2. Ökumenische Kirchentag in München und das Hochfest von Pfingsten bestimmten unseren Pilgerweg von Rottenburg a. N. bis hinunter nach Wolfach im Kinzigtal. Im Rottenburger Dom setzten wir am 27. Mai die Startmarke für unser gemeinsames Pilgern: Eine Fortsetzung des 2009-Weges von Esslingen in die Bischofsstadt. Nach kürzester Zeit waren selbst neue Gesichter ›eingemeindet‹, so dass der erste geistliche Impuls in der Weggentaler Wallfahrtskirche wie ein Hören, Beten und Singen unter Altvertrauten anmutete. Der Kirchentag und Pfingsten gaben viele belebende Impulse, die unsere Reisebegleiterin Centa Schmid uns immer und immer wieder in den Tag, in die Schweigezeiten und in die Abendstunden hinein streute.
Die wunderschönen Wege, die uns von einem Tagesziel zum anderen führten, können nicht angemessen beschrieben werden. Am ersten Abend fanden wir im Gästehaus der Schönstattschwestern liebevolle Aufnahme und in der eindrucksvollen Klosterkirche am nächsten Morgen einen inspirierenden Ort für den gemeinsamen Tagesbeginn.
Das Neckartal aufwärts wollten wir vorankommen – über den Aussichtspunkt ›Rauschbart‹, von wo aus sich uns ein phantastischer Ausblick auf unseren heimischen schwäbischen Fluss und das reizende Horb eröffnete. In der dortigen Liebfrauenkirche erfreute uns die schöne Jakobusdarstellung auf dem gotischen Flügelaltar ebenso wie die Bilder zur berühmten ›Hühnchenwunder‹- Legende. Diese Gegend ist so reich an Pilgerzeugnissen! Im nahe gelegenen Ihlingen war es daher ein Muss für uns, die dortige alte Jakobskirche aufzusuchen, um nicht nur das neue Pilger- Wandgemälde des Malerpfarrers Sieger Köder zu bestaunen, sondern auch seine Krippensäule, die uns manches ›Ah‹ und ›Oh‹ entlockte… Draußen an der Straße nahmen wir den ›Pilgerstein‹ für das Gruppenfoto in unsere Mitte!
Der dritte Pilgertag gehörte der Strecke Horb/Dettingen. Nach dem Morgengebet in der Dorfkirche führte der gut ausgeschilderte Weg zunächst zum Kaltenhof mit seiner kleinen, aber feinen, blumen-geschmückten Wendelinus-Hofkapelle. Dort ließen wir uns im neu gestalteten Außenbereich zur Mittagspause nieder, ehe wir Leinstetten und sein in der Stephanuskirche beheimatetes Gnadenbild von der ›Wandelnden Madonna‹ erreichten. Nach dem schweißtreibenden Aufstieg ließen wir uns hausgemachte Schwarzwälder- Kirschtorte schmecken. So packten wir die restliche Wegstrecke nach Loßburg mit Bravour. Am nächsten Tag goss es in Strömen. Dennoch: Der Weg an der jungen Kinzig entlang, gespickt mit malerischen Schwarzwaldhöfen, war ein Erlebnis! Einige waren sehr früh aufgebrochen, um am Gottesdienst in Alpirsbach teilzunehmen, andere trafen leider erst an der berühmten Klosterkirche ein, als sie schon wieder geschlossen war. Aber sie ist auch von außen sehenswert! Die Mittagspause mit manch kleinem ›Alpirsbacher Klosterbräu‹ und köstlichem Flammkuchen gab Kraft, den Weg über die Schenkenzeller St. Ulrichskirche ins malerische Schiltach fortzusetzen. Dort bezogen wir unser Nachtquartier. Das kleine Städtchen mit seiner alten Gerbertradition und dem komplett unter Denkmalschutz stehenden Stadtkern gefiel uns wirklich gut. Doch Jakobspilger müssen weiterziehen.
Der letzte Pilgertag führte uns zu der hoch über Wolfach gelegenen Jakobuskapelle. Nach vielen anstrengenden Höhenmetern begrüßte uns der Pilgerpatron schon von weitem golden von der Turmspitze herab und im Inneren der Kapelle vom Altar aus. Hier hielten wir Rückschau auf die vergangenen Tage, gemeinsamen Wege und Erlebnisse. Für uns alle waren es bereichernde und unvergessliche Tage.
Ultreja – nun kann der Alltag neu beginnen – bis zum nächsten Jahr. |
| Marianne Behnke |
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