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KS-Leserreisenbericht 2010
Leserreise »Auf den Spuren von Hildegard von Bingen«
Leserreise vom 21.–24. Mai 2010
Unsere Gruppe von Lesern des Katholischen Sonntagsblattes durften die Tage des Pfingstfestes 2010 in einer schönen Gemeinschaft auf den Spuren der heiligen Hildegard von Bingen erleben. Menschen, die sich nicht gekannt haben, wurden durch die großartige Reiseleitung und herzliche Betreuung durch Annette Heizmann, Mutter und Theologin, zu einer spirituellen Gemeinschaft für Leib und Seele. Die erste Begegnung in der Pfarr- und Wallfahrtskirche in Rüdesheim-Eibingen erlebten wir durch Schwester Hiltrud der Benediktiner-Kongregation. Durch eine aussagekräftige Einstimmung in Wort und Musik wurden wir in das Leben der Äbtissin eingeführt. Ein vergoldeter Schrein im Chorraum birgt die Reliquien der heiligen Hildegard.

Nach einer kurzen Wanderung durch die Weinberge erreichten wir die Abtei. In einer mit kunstvollen Fresken der Beuroner Schule ausgemalten Kirche, nahmen wir am Vespergottesdienst der Benediktinerinnen teil.

Unser Standquartier war das Hotel »Römerhof« am Rupertsberg in Bingen, wo wir freundlich aufgenommen und gut verköstigt wurden.

Mit einer Meditation im Keller des Klosters Rupertsberg begann unser zweiter Tag. An allen Tagen hatten wir herrlichen Sonnenschein, so erlebten wir auch die Stadt Bingen bei einer Begehung. Im Museum am Strom besichtigten wir die Hildegard-Ausstellung mit ihren Seher-Bildern. Der Tag klang mit einer Burgenfahrt am Rhein und einer abendlichen Weinprobe des wunderbaren Nahe-Weins aus.

Am Pfingstsonntag besuchten wir in der Basilika die heilige Messe. Nach einer kurzen Auffahrt brachte uns unsere Busfahrerin, die den »Fünf- Sterne-Bus« genial leitete, auf den Rochusberg, wo wir durch den dortigen Pfarrer zu einer Führung in der Rochuskapelle empfangen wurden. Er zeigte uns mit seinem »deftigen Humor« die Kunstwerke und die Retabeln aus dem Leben der Äbtissin Hildegard. Diese Kapelle wurde übrigens in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Ein kulinarischer Höhepunkt war das Mittagessen im Hildegard-Forum der Kreuzschwestern am Rochusberg. Im Foyer des Forums steht eine Bronze-Skulptur der heiligen Hildegard »Sancta Hildegardis Bingensis – Poetria et Sibylla« von dem Saarbrücker Künstler Ernst Alt geschaffen – ein Lobpreis Gottes.

So bringt diese Skulptur, ein Kennzeichen des gesamten Werkes, der Literatur, der Musik und der Heilkunst Hildegards zum Klingen.

Im benachbarten Kräutergarten sind viele Heilpflanzen zu sehen, welche Hildegard in ihrer Heilkunst angewendet hat. In fachkundiger Weise erklärte uns Annette Heizmann die Anwendung der vielfältigen Heilpflanzen und deren Wirkung.

Schöne Stunden erlebten wir bei Spaziergängen und Gesprächen auf dem Rochusberg. Von hier oben genossen wir auch die wunderbare Aussicht. Der letzte Tag war angebrochen. Wir machten Station auf dem Disibodenberg, wo Hildegard ins Kloster eintrat und 46 Jahre lebte und wirkte. Hier wurden wir von Ehrengard Freifrau von Racknitz durch das weitläufige Gelände mit den Klosterruinen geführt, wo wir viele Begebenheiten um das Kloster erfuhren.

Der gemeinsame Abschied unserer Reise, war in der neu gebauten Hildegard-Kapelle, in der wir unserem Herrgott ein Dank- und Loblied sangen. Wohlbehalten, mit vielen segensreichen Eindrücken, erreichten wir unsere Heimatorte.

Beim Abschied sagten wir einander »Vergelt’s Gott«.
Wolfgang Znaimer
Foto: Znaimer
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