aktuelle Doppelausgabe 31-32/2010 |
   |
         |
 |
|
|
|
|
| Exerzitienplan 2010 |
 |
Den Exerzitienplan für das zweite Halbjahr 2010 im PDF- Format finden Sie hier. |
 |
|
| Lebenshilfe |
 |
| suchen Sie Hilfe beim Thema »Pflege«? |
 |
|
| Suche in Artikeln |
  |
 |
|
| KS-Leserreisenbericht 2009 |
|
 |
 |
| Jakobsweg II |
| Von Esslingen nach Rottenburg |
| Bericht zur Leserreise vom 8. bis 12. September 2009 |
Am Dienstagvormittag trafen wir uns vor dem Münster St. Paul in Esslingen. Wir waren insgesamt 19 Pilger und Pilgerinnen; Frau Centa Schmid unsere Pilgerwegbegleiterin. Unser Vorhaben war, in den kommenden Tagen 90 km Wegstrecke zu bewältigen. Vertraute Gesichter, herzliche Begrüßungen und neue Gesichter – aus der ganzen Diözese Rottenburg- Stuttgart, sogar darüber hinaus! Centas herzliches »Grüß Gott« galt allen. Sie wünschte für die gemeinsame Zeit Freude aneinander, beeindruckende Naturerlebnisse im Neckartal, und dass sich unsere Seelen in den kommenden Tagen aufklaren mögen.
Nach kurzer Vorstellrunde und Einführung ins Thema Pilgern und der geistlichen Statio im stillen Esslinger Münster begannen wir die 15-km-Tagesstrecke nach Wernau.
»Caminando va – Leben lebt vom Aufbruch! Caminando va – machen wir uns auf!« Diesen Liedruf sangen wir uns öfters am Tage zu: »Es geht weiter! Aufbrechen, um anzukommen.« Auch auf diesem Jakobsweg durften wir ein intensives Gemeinschaftsgefühl erleben. Jeder hat sich mit seinen Fähigkeiten eingebracht. Unser ›Chormeister‹ Josef, der immer ein passendes Lied ausgrub, Adolf mit bereichernden Texten, Ernst-Eugen durch sein oft ergreifendes Trompetenspiel und alle anderen, indem wir uns Zeit schenkten, einander zuhörten und Freude und Alltagssorgen teilten. Wir erlebten viele Momente, die der Seele gut taten. Insbesondere am Abend, wenn wir bei einem Gläschen Wein zusammen saßen, miteinander plauderten und sangen … Am Tage gönnten wir uns eine Schweige-Phase unterwegs, so kamen uns die vielen Impressionen der Landschaft und die aufsteigenden Gedanken noch intensiver und tiefer entgegen.
Pilgern – das sind immer auch die spontanen und belebenden Begegnungen mit Menschen entlang des Weges. Einer dieser Menschen war der Schlossbesitzer in Rübgarten, Herr Prof. Stadlmeier, der uns, am gemauerten Rand seines Ziehbrunnens im Schlosspark angelehnt, voller Begeisterung Geschichten über sein Schloss erzählte. Freude machte uns auch die Begegnung mit jenem Ziegenzüchter aus Rübgarten, der an seinen neuen Stall eine große Jakobsmuschel zauberte, weil sein Grundstück mit dem ansehnlichen Neubau am Jakobsweg liegt! Die Erinnerungen an diese Begegnungen werden uns sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben.
Pilgern – sagt man, heißt mit den Füßen beten! So gesehen, haben wir ›laufend‹ gebetet, aber auch bei unseren Stopps in den Kirchen am Wege. Aufgesucht haben wir im Weiler Bodelshofen, zu Wendlingen gehörend, mitten im alten Dorffriedhof, das kleine, kostbare Jakobskirchlein. In Frickenhausen besuchten wir die heute evangelische Kirche »Zu Unserer lieben Frau«, einst wichtige Pilgersegen-Kirche mit spätgotischen Wandmalereien und einer einmaligen Hintergrund- Freskomalerei.
Die altehrwürdige Martinskirche aus dem Beginn des 12. Jahrhunderts in Neckartailfingen, erbaut vom Kloster Hirsau aus, mit ihrem schiefen Turm und den bemerkenswerten Wandfresken. In der evangelischen Kirche in Rübgarten begegneten wir einem besonderen Kleinod – dem Schrein eines frühgotischen Flügelaltares mit Maria als Königin zwischen den Pilgerheiligen St. Jakobus und St. Wendelin. Überwältigend präsentierte sich das ehemalige Zisterzienser kloster Bebenhausen, dessen Räume uns in der Verschiedenheit ihrer Architektur und Verwendung wirklich beeindruckten.
Schade war, dass wir in Tübingen die Jakobskirche verschlossen vorfanden. Aber der wunderbare Ausblick von der Wurmlinger Kapelle herunter versöhnte uns wieder: Die Höhenzüge der Schwäbischen Alb und das Neckartal lagen friedlich unter uns. Kein Wunder, dass uns dort Ludwig Uhland in den Sinn kam mit seinem berühmten Volkslied »Droben stehet die Kapelle«.
Der Rottenburger Dom nahm uns am Ende des diesjährigen Weges auf. Herr Rolf Seeger erklärte uns die liturgischen und künstlerischen Eckpunkte der Domerneuerung, wofür wir sehr dankbar waren. In der kleinen, aber für uns doch ausreichend großen Anbetungskapelle hielten wir die abschließende Statio. Gestärkt an Leib und Seele begaben wir uns zurück auf den »Lebens- Pilgerweg«, der für jeden von uns am Wohnort und im persönlichen Umfeld weitergeht.
›Du hilfst auf dem Weg
und in der Ruhe.
Du machst die Straße
zur Segensspur.
Der Tag blüht
auf in Deinem Licht.
Darum gib mir Treue
und Kraft,
ich bin selig,
wenn Du mich trägst.‹
Ultreja – bis zum nächsten Mal. |
| Marianne Behnke |
 |
|
|
|
|
|
|
| Tollen Prämien zum Sommer |
 |
|
 |
|
| Unser Hauskalender 2011 |
 |
Kräuter aus Garten, Wald und Wiese Duftig, aromatisch und gesund |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Bücher & mehr |
 |
 |
|