aktuelle Doppelausgabe 31-32/2010 |
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| KS-Leserreisenbericht 2008 |
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| Jakobsweg III |
»Ultreia – Tapferle weiter!«
Unterwegs auf dem Jakobsweg von Rosenberg nach Lonsee |
| Bericht zur Leserreise vom 10.–14. September 2008 |
Zeitig war ich angereist. Pilgermuscheln, Pilgerstäbe und Liedheftchen mit integriertem Pilgerausweis waren ausgelegt. Nach und nach kamen meine Mitpilgerinnen und Mitpilger an, sie durften sich bedienen. Allen war große Freude ins Gesicht gezeichnet, viele kannte ich bereits.
Nach der Begrüßung und dem kurzen Vorstellen wichtiger Pilgerregeln zogen wir in die Rosenberger Kirche ein, in die erste von nahezu 20 Kirchen und Kapellen. Eine Kirchenführung und Erklärung der Werke von Sieger Köder schlossen sich an. Die Teilnehmer wurden aufgefordert, sich wenige Details besonders einzuprägen. Hier waren es bei den meisten das Bild unseres Pilgerpatrons Jakobus und das Bild des alten Kirchenwegs, den wir bald unter die Füße nehmen wollten.
In allen Kirchen am Wegrand haben wir verweilt, betrachtet, gebetet und gesungen. Oftmals haben wir eine Darstellung des hl. Jakobus entdeckt. In Rosenberg war unsere Aussendungsfeier durch Pfarrer Danner. Auch den Außenbereich der Kirche schmücken Kunstwerke von Sieger Köder. Deren gab es auf unserer Pilgeretappe auffallend viele. Im Rathaus Rosenberg holten wir den ersten von etwa 20 Pilgerstempeln ab. Und dann ging es wirklich los.
Aber schon in Hohenberg war eine längere Pause nötig: für die herrliche Rundumsicht und die Kunstwerke von Sieger Köder wollten wir uns Zeit lassen. Über Gaishardt ging es nach Pommertsweiler. Weil entlang des Jakobswegs nicht immer für 24 Personen die nötige Bettenzahl vorhanden ist, musste schon am ersten Abend ein Transfer-Bus nach Untergröningen eingesetzt werden. Aber jedes Mal ging es anderntags dort wieder weiter, wo wir am Abend zuvor unseren Weg unterbrochen hatten. Die weiteren wichtigsten Stationen an unserem Pilgerweg waren Wöllstein, Hohenstadt und die neu renovierte Kapelle in Börrat mit einer gusseisernen Jakobusdarstellung, dann der Besinnungsweg von Helwiga Heinrich, Böbingen, Beißwanger Kapelle, Bargau, die Kolpinghütte mit Herrn Schweizer vom Schwabenverlag als spendablem Überraschungsgast, die Falkenhöhle, Böhmenkirch, Gussenstadt, Sontbergen, Zähringen und Transfer nach Altheim.
In der Gaststätte von Altheim ging es am Abend besonders lustig zu. Zum einen waren meine Mitpilgerinnen und Mitpilger ohnehin keine griesgrämigen Leute, zum anderen löste sich bei jedem Einzelnen die Anspannung. Wir hatten den Weg fast geschafft. Sonnenschein und Regen, abfallende und steile, geteerte oder geschotterte Wege, herrlich weiche und mitunter feuchte Waldwege … All dies lag hinter uns. Über Ettlenschieß und Sinabronn ging es nach Lonsee.
In der Jakobuskirche von Sinabronn mit der neugeschaffenen Jakobusstatue sagten wir Danke für eine wunderschöne Pilgerreise in guter Gemeinschaft und in herrlicher Landschaft mit bedeutenden alten und neueren Kunstwerken. Am meisten beeindruckten wohl die menschlichen Begegnungen innerhalb der Pilgergruppe und mit vielen freundlichen und wohlwollenden Menschen entlang unseres Weges. Dass ich auf dem Weg nach Hause auch noch Pfarrer Sieger Köder begegnet bin und ihm auf seine Fragen alles berichten konnte, war für mich selbst noch ein besonderer Abschluss.
Für die meisten Teilnehmer heißt es wohl nächstes Jahr ab Lonsee erneut: »Ultreia – Tapferle weiter!« Ich freue mich jetzt schon darauf! |
| Karl Hägele |
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