»HERR, wie sind DEINE Wege so groß und viel ...!«
Das haben wir auf unserer Pilgerfahrt täglich erlebt: Wir sind Wege gegangen, die jahrhundertealte christliche Tradition wiederspiegeln. Kirchen, Klöster, Kreuzgänge luden zu Stille und Besinnung ein, Pfade durch blühende Wiesen – noch nie habe ich in all den Jahren die Natur so farbenfroh erlebt – durch eine Felsenschlucht und hinauf zum Cruz de Ferro, zum Cebreiro und zum Ibaneta-Pass: Pilgererlebnisse – frohe Gemeinschaft und Stille.
Eine Bereicherung für alle war die Teilnahme unserer blinden Helga, die uns die Weisheit von Antoine de Saint-Exupery »Man sieht nur mit dem Herzen gut« bewusst machte. Sie entdeckte als erste die Türme der Kathedrale von Santiago und wurde Pilgerkönigin. In einer Zeit, in der Ökumene schwierig geworden ist, haben wir Gemeinschaft der Christen erlebt, bei Besinnungen in den Kirchen und an besonderen Orten, haben bei der Lichterprozession miteinander das »Ave Maria ...« gesungen, am Ibaneta-Pass das »Salve Regina«, so wie es die Marienstele dort verlangt. Dankbar für die tausendjährige christliche Tradition des Weges gehen wir gestärkt zurück in den Alltag.
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