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KS-Leserreisenbericht 2007
Jakobsweg I
Jakobspilgerweg vom 29. Mai–1. Juni 2007 von Rottenburg am Neckar bis Schiltach an der Kinzig
Reiseleitung: Centa Schmid
›Pilger unterwegs gewesen‹.
Das gibt’s nachfolgend zu lesen.
Nach Pfingsten sind wir losgegangen,
in Rottenburg hat’s angefangen.

Der Jakobspilgerweg war angesagt.
Schnell war der Rucksack eingepackt.
Elf Herren und auch 14 Damen
waren’s, die zusammen kamen.

Schiltach im Schwarzwald war das Ziel:
In nur vier Tagen ist das viel!
Sankt Jakob wollte uns gleich testen:
Sind die hier auch die ›Pilgerbesten‹?

Kollege Petrus schickt uns Sturm und Regen.
Mühsam musst’ man sich fortbewegen,
kamen abends triefend an
auf der Liebfrauenhöh’. So fing es an!

Doch das konnt’ uns nicht verdrießen!
Gut gelaunt konnt’ Hoffnung sprießen:
Noch schlechtres Wetter wird nicht sein,
ab morgen siegt der Sonnenschein!

So kam es. Anderntags die Sonne schien,
Wir konnten fröhlich weiterziehn!
Es war in Horb schon da, wie wir erkannt:
Den ›Jakob‹ gibt’s im ganzen Land!

Muschel und Stab sind seine Male.
So auch in Ihlingen im Neckartale,
wo Sieger Köder farbig an die Wand
moderne Pilger hat gebannt.

Auch hat uns seine Krippensäule
so sehr erfreut! Und für die nächste Pilgermeile
lag für eifrige Jakobus-Pilgerpässe-Leut’
der Pilgerstempel schon bereit!

Dass sich ein jeder recht besinne,
hielten wir auf dem Weg oft inne.
›Das Leben ist ein Pilgerweg –
der Pilgerweg im Leben steht.‹

Wir waren eine gute Gruppe.
Es gab viel Lob für unsre Truppe
von Centa, der Pilgerwegbegleiterin.
Die führt’ durch Berg und Tal uns hin.

Das machte hungrig uns, gab Durst.
Im Pfarrsaal von Leinstetten gab es Brot und Wurst.
Das rettete die angeritzten Lebensgeister.
Der Pilger Dank sei Markus-P. Punkt- Meister!

Bis wir, in der Alten Kirch’ pausiert,
in Lossburgs ›Traube‹ gern logiert.
Dass hier der ›Kinzigtäler Weg‹ beginnt
weiß in der Ortschaft jedes Kind.

Vom Kinzigursprung angefangen,
dem Wasserlauf entlanggegangen,
sahen wir das Flüsschen wachsen
so schnell und munter, ohne Faxen,

bis es so stark war, dass es bracht’ ein
die schweren Floße bis zum Rhein!
So lernten wir Kulturgeschichte
von dem kleinen Kinzig-Wichtle!

Ein Höhepunkt auf dieser Strecke,
in Alpirsbach, gleich um die Ecke,
tauchte hinterm Kurpark auf:
Das Kloster beflügelte den Lauf!

In Schiltach kam der Abschied schnell.
Doch wir gelobten an des Bahnhofs Stell,
dass wir zweitausendacht, so Gott es will,
in Richtung Elsaß weitergehn. (… nicht nach Tripsdrill!)

Santiago, ach, das ist noch weit entfernt,
doch haben wir wegwärts schon gelernt,
dass man mit Glaub’ und Muskelkraft
doch täglich gute Strecken schafft!

Wer offen geht durch Wald und Flur,
erlebt manch Wunder der Natur,
manch Wunder auch an Weggefährten!
Ultreja! Auf mit St. Jakob, dem verehrten!

Gotthard Pfeiffer/Centa Schmid
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