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KS-Leserreisenbericht 2006
Jakobsweg I
von Oppenweiler nach Rottenburg a. N.
Reiseleitung: Centa Schmid
Wir hatten uns auf eine Ausschreibung im Katholischen Sonntagsblatt hin fünf Tage »Jakobusweg« zu Weihnachten geschenkt – meine Frau und ich. Einen Probemarsch ein paar Wochen vor dem Start hatten wir gut absolviert. Und die Schuhe sind lange eingelaufen und passen perfekt.

Jetzt noch die Gretchenfrage: Was packe ich in den Rucksack? Von der Pilgerbegleitung gab es schriftliche Tipps; unsere Auswahl war dann genau die richtige, wie die fünf Tage gezeigt haben.

Treffpunkt Oppenweiler im Murrtal in der Jakobuskirche. Wer macht sich mit uns auf den Weg? Ein buntes Völkchen von 24 Personen sammelt sich. Frauen und Männer zwischen Mitte vierzig und über achtzig, aus allen Ecken der Diözese.

Die Pilgerwegbegleiterin Centa Schmid aus Esslingen macht am ersten Tag die »Pfadfinderin«; die nächsten Tage wird in der Führung abgewechselt. Der Weg ist gut ausgeschildert, die gelbe (Strahlen-) Muschel auf blauem Grund weist die Richtung. Unsere erste Station ist Winnenden mit der Schlosskirche St. Jakobus. Es folgen Esslingen, Denkendorf, Neckartailfingen, Bebenhausen und Tübingen.

Auf dem Weg immer wieder spirituelle Impulse: zu Beginn eine Statio in einer Kirche oder Kapelle, unterwegs Einkehr in einer der vielen (Jakobs-)Kirchen am Weg, Geschichten und Legenden vom Heiligen Jakobus, Interessantes zur Geschichte der Gotteshäuser ...

Und die Gespräche mit den Pilgerschwestern und -brüdern. Die anfängliche Scheu ist bald vorbei, das »Du« schnell kein Problem mehr und angenehm. Da ist wirklich ein buntes Völkchen unterwegs: ein Landwirt, ein Lehrer im Ruhestand, Hausfrauen, Zahntechniker, Heizungsbauer, eine Rechtanwaltsgehilfin, Beamte, Rentner. Jedesmal ein großes Hallo war die Bewirtung durch Bekannte und Verwandte von Mitpilgern, die uns unterwegs mit einer kleinen Stärkung überraschten. Am Ende unserer Tour halten wir im Dom von Rottenburg Rückschau und sagen, wovon das Herz voll ist! Dann ist der Abschied da … Fünf wunderbare Tage liegen hinter uns, die als »Gesamtkunstwerk« in Erinnerung bleiben werden. Ich möchte jedenfalls auf dem Jakobsweg weitergehen.
Hans Peter Künst, Leutkirch
Centa Schmid, Esslingen
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