aktuelle Doppelausgabe 31-32/2010 |
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| KS-Leserreisenbericht 2005 |
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| Ungarn |
| Auf den Spuren des Heiligen König Stephan |
| Reiseleitung: Klaus Loderer |
Auf den Spuren des heiligen Königs Stephan bewegte sich eine Reisegruppe, die Anfang Juni nach Ungarn fuhr. Das Programm war um die wichtigsten Stätten aufgebaut, die mit dem ersten ungarischen König in Verbindung standen. Die lange Reise wurde dazu genutzt, in mehreren Etappen auf die ungarische Geschichte einzustimmen. Reiseleiter Klaus J. Loderer, der Schriftleiter der Heimatzeitung, nutzte die Vorbeifahrt an Augsburg, über die engen Verbindungen zwischen Deutschland und Ungarn zu referieren. Mit dem Besuch der Benediktinerabtei Pannonhalma wurde auf das Mittelalter eingestimmt, handelt es sich doch um die älteste Abtei Ungarns, deren Gründung noch durch Fürst Géza, den Vater König Stephans veranlasst wurde. Als eventueller Geburtsort des heiligen Martins besitzt die Abtei eine Verbundenheit mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart, aus der die Reisegruppe stammte, ist doch der heilige Martin der Diözesanpatron. Zur Führung durch Kirche, Krypta, Kreuzgang und Bibliothek gehörte auch eine Messe, die Pater Irenäus mit der Gruppe im Kapitelsaal feierte. Die Gemälde an Wänden und Decken vermittelten einige Details zur mittelalterlichen Geschichte Ungarns.
Bei einem Rundgang durch die schöne Altstadt von Raab/Györ wurde auch im Dom die Reliquie des heiligen Königs Ladislaus besucht. Gran/Esztergom, die Domstadt an der Donau, bot nicht nur Gelegenheit auf die mythischen Überlieferungen des Nibelungenlieds einzugehen sondern auch auf die ungarische Staatsgründung vor tausend Jahren. Als Sitz des Primas der ungarischen katholischen Kirche bietet es den größten ungarischen Kirchenbau. Landschaftlich beeindruckte das Donauknie, das von oben betrachtet wurde.
Dann stand Budapest auf dem Programm. Mathilde Zaha führte durch die Stadt. Natürlich wurden das Denkmal König Stephans auf der Fischerbastei und die Matthiaskirche besucht. Über die Architektur der aufstrebenden Hauptstadt des 19. Jahrhunderts informierte man sich bei einer Fahrt über die Andrássy-utca. Dr. Wendelin Hambuch, der Vorsitzende des St. Gerhards-Werks Ungarn hatte eine Messe in der St. Stephans-Basilika vermittelt. Protonotar Géza Szabó feierte diese am Hochaltar im Hauptschiff. Als besondere Reliquie wurde die rechte Hand König Stephans besucht, die sich als »heilige Rechte« großer Verehrung erfreut. Abwechslung bot ein Besuch in Schloss Gödöllö mit seiner Ausstellung über Kaiserin Elisabeth.
Bei der Weiterfahrt wurde ein Abstecher nach Wudersch/Budaörs gemacht zum sog. Friedenspark, einer Friedhofsanlage für deutsche und ungarische Gefallene aus dem Zweiten Weltkrieg. Stuhlweißenburg/Székesfehérvár wurde als alter Krönungsort der ungarischen Könige besucht. Leider vereitelte ein heftiger Regenschauer eine ausgiebige Besichtigung. Die Reisegruppe rettete sich schnell in den barocken Dom und die benachbarte gotische Annenkapelle. Auch der Plattensee zeigte sich eher von seiner stürmischen Seite. Mit Tihány wurde eine weitere alte Abtei besucht. Allerdings ist nur noch in der schlichten Krypta mittelalterliche Architektur zu erkennen.
Von heftigen Windböen umzogen war das Denkmal des Königspaars Stephan und Gisela in Veszprém. Auch hier bot der Dom wieder Schutz vor dem Wetter. Immerhin klärte dann das Wetter doch auf, so dass noch ein Gang durch die Altstadt möglich war. Mit Ödenburg/Sopron wurde eine der schönsten historischen Städte Ungarns besucht. Kirchen, Gassen und alte Häuser des fast vollständig erhaltenen Stadtkerns beeindruckten.
Die Rückfahrt unterbrach ein Besuch in Passau, liegt in der Kirche der dortigen Abtei Niedernburg die selige Gisela bestattet, die aus Bayern stammend als Frau Stephans die erste ungarische Königin wurde. |
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