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Lebenshilfe
Dimensionen der Pflegebedürftigkeit
Pflegebedürftigkeit hat vielfältige Ursachen und weist demnach ganz unterschiedliche Dimensionen auf:
• Soziale Dimension
Pflegebedürftigkeit kann bei Betroffenen zu sozialer Isolierung führen, wenn körperliche Beeinträchtigungen ein Verlassen der Wohnung nicht mehr zulassen. Oft sind Besucher dann das einzige Bindeglied zu der Welt »da draußen«. Werden hilfsbedürftige Personen von Angehörigen gepflegt, geschieht dies häufig aus dem Bedürfnis, ihnen in der Vergangenheit erhaltene Zuwendung »zurückzugeben«. Eine weitere Motivation kann das Erhalten von Lob, Zuwendung oder Belohnung sein.

• Ökonomische Dimension
Pflegebedürftigkeit kostet viel Geld und kann im Rentenalter zur Verarmung führen. Die Kosten für Pflegeleistungen sind in Deutschland nicht vollständig durch die Pflegeversicherung abgedeckt.

• Psychische Dimension
Die Erfahrung, pflegebedürftig zu werden, ist eine existenzielle Erfahrung für den Menschen. Stellt es bereits für »normal Alternde « eine Belastung dar, Veränderungen des Körpers und Einschränkungen der Attraktivität und Leistungsfähigkeit zu beobachten, so kann die Erfahrung der Pflegebedürftigkeit nahezu lebensentmutigend wirken.

• Gesellschaftliche Dimension
Das Risiko, pflegebedürftig zu werden, besteht bei jedem Menschen. Aufgrund der Entwicklungen der vergangenen Jahre ist deutlich geworden, dass Pflege Geld kostet, egal, ob sie zu Hause oder in einer pflegenden Institution erbracht wird. Dafür sollten entsprechende finanzielle Reserven angelegt werden. Wissenschaftliche Studien zeigen aber auch, dass jeder Einzelne – durch eine aktive und gesunde Lebensführung – dazu beitragen kann, das Risiko seiner persönlichen Pflegebedürftigkeit deutlich zu minimieren.
Diana Müller
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