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Glaube & Wissen
Gastlichkeit (3): In den Kirchengemeinden
»Komm her, freu dich mit uns, tritt ein ...«
Ob Kirchencafe, Gemeindemittagessen oder Pfarrfest: Gastfreundschaft ist in erster Linie Ausdruck von Lebensfreude und Lebensbejahung. Dabei kann sich jeder nach seinen Begabungen einbringen. Gastlichkeit ist oft das erste Kriterium, ob sich Menschen angesprochen fühlen zu bleiben.
Foto: Kathbild
»Fruchtbare Gemeinden und was sie auszeichnet.« So lautet der etwas sperrige Titel eines Buches, das im vergangenen Jahr erschienen ist. Es geht darin zwar um Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, aber seine Fragestellung betrifft die christlichen Gemeinden über die Konfessionsgrenzen hinweg gleichermaßen: Wie können sie heute noch auf Menschen anziehend und einladend wirken? Und so wird auch als erstes (von fünf) Kennzeichen einer fruchtbaren Gemeinde »radikale Gastfreundschaft« gefordert. Nun klingt das Wörtchen »radikal« gerade im Zusammenhang mit religiösen Anliegen heute eher zwielichtig als werbend; auch verwendet man es eigentlich nicht im Zusammenhang mit Gastfreundschaft. Auf der anderen Seite bedeutet es »aus der Wurzel kommend« und beschreibt im Zusammenhang der christlichen Gastlichkeit eine Lebenseinstellung, die aus der Beziehung zu Jesus Christus stammt und in das Leben anderer Menschen ausstrahlt.

Man mag an das Bildwort vom Weinstock aus dem Johannesevangelium denken und an das Fruchtbringen, wenn man in Christus verwurzelt ist (Joh 15,1–17). Und tatsächlich spielt ja die Gastfreundschaft als eine Frucht christlichen Glaubens und Lebens in den Kirchen von Anfang an eine zentrale Rolle, und die Worte des Hebräerbriefes »Vergesst die Gastfreundschaft nicht« ist eine bis heute fortgesetzte Mahnung. [...]
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